Streik für gerechteren Lohn
Die meisten von uns verdienen zur Zeit 9,31€ brutto pro Stunde. Die Bezahlung liegt bis zu 40% unter Tarif. Die enorme Flexibilität wird nicht bezahlt. Viele von uns sind trotz Teilzeitverträgen ausgelastet wie in Vollzeit, aber die wenigsten von uns haben Vollzeit-Arbeitsverträge. Zwischen 80 und 90 Prozent der CeBeeF-Beschäftigten sind damit auf Hartz IV, auf zusätzliche Jobs oder auf Unterstützung durch Partner_in oder Verwandte angewiesen.
Seit drei Jahren haben sich immer mehr Kolleg_innen immer nachdrücklicher für eine Lohnerhöhung eingesetzt. Am 13. Dezember 2011 haben die Verhandlungsführer nach fast einem Jahr Verhandlungen einen Tarifvertrag zwischen ver.di und dem CeBeeF abgeschlossen. Dieser Anwendungstarifvertrag regelt, dass ab dem 1. Juli 2012 der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) beim CeBeeF angewendet werden soll. Eine ungewöhnlich lange Erklärungsfrist – vom 13. Dezember 2011 bis zum 31. März 2012 – sollte der Geschäftsführung und dem Vorstand des CeBeeF genug Zeit geben, alle Refinanzierungsfragen mit dem fertigen Tarifvertrag in der Hand nochmals ausgiebig auszuloten und sich über die endgültige Annahme des Tarifvertrags zu entscheiden.
Aber Vorstand und Geschäftsführung des CeBeeF wollen sich nun doch nicht festlegen. Nach 3 1/2 Monaten Erklärungsfrist – wegen des verlängerten Lohnverzichts auch “Entbehrungsfrist” – heißt es jetzt “Vielleicht später”. Das “Restrisiko” sei ihnen zu groß, haben sie erklärt. Sie wollen eine weitere Erklärungsfrist bis zum 31. Mai, können aber auch nicht garantieren, dass sie dann wissen, ob sie den Tarifvertrag annehmen.
(Fotos vom 29.9.11, 7.1.12 und 15.2.12: drei von vielen Aktionen für Tarifverträge und Tariftreue)
















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