Leiharbeit beim CeBeeF
Drei Leiharbeiter wurden am Wochenende im CeBeeF eingesetzt.
Das Ergebnis dieses Einsatzes war in mindestens einem Fall ein Fiasko, wie dem Betriebsrat berichtet wurde. Die Pflegedienstleitung hat gesagt, es sei klar, dass Leiharbeitskräfte zum Einsatz in der persönlichen Behindertenassistenz beim CeBeeF auf jeden Fall Pflegefachkräfte sein müssten. Aber selbst das funktioniert in der Assistenz nicht. Der CeBeeF hat wohl außer Acht gelassen, dass Pflegefachkräfte nicht einfach Assistent_inn_en ersetzen können. Und obendrein die Kolleg_inn_en nicht angemessen auf ihren Einsatz vorbereitet.
Der Betriebsrat fragte bei der Geschäftsführung an, ob es stimmt, dass der CeBeeF Leiharbeiter eingesetzt hat.
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Es kamen zwei Antworten:
Geschäftsführerin Sabine Eickmann schrieb, das stimme nicht, es werde aber darüber nachgedacht, Leiharbeiter während der Streiks einzusetzen. (Den Einsatz als Streikbrecher dürfen sie nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verweigern – vielleicht tun sie das sogar, wenn sie sehen, in was für eine Arbeit sie unvorbereitet geschickt werden).
Personalleiter Ralph Driessen schrieb, das stimme und die Leiharbeitskräfte seien wegen Engpässen an Ostern eingesetzt worden. Er hätte “vergessen”, den Betriebsrat vor der Einstellung zu informieren und anzuhören, wie er es nach dem Betriebsverfassungsgesetz hätte tun müssen.
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Wenn der CeBeeF schon Streikbrecher_inn_en anheuert, anstatt endlich den fertig verhandelten Tarifvertrag zu unterschreiben, dann sollten es Kolleg_inn_en von den Kooperationspartnern des CeBeeF sein, die das auch können, was man in der Assistenz können muss.
Und wenn sie nicht mindestens das bekommen, was beim CeBeeF Pflegefachkräfte bekommen (gleiches Geld für gleiche Arbeit!), dann gibt’s erst recht Ärger!
Sie wurden angeheuert, damit sie unsere Kunden versorgen konnten. Es ist unverschaemt wie du mit Halbwahrheiten versuchst eine miese Stimmung zu erzeugen.
Oder haettest du es gewollt, dass deine Kollegen, von denen du behauptest sie seien dir wichtig, Doppeldienste an Ostern machen sollten?
Sie haben an Tagen gearbeitet an denen es keinen Streik gab.
Aber Sollte es Streik geben, wieso sollten sie nicht eingesetzt werden?
Wer gibt dir das Recht bestimmen zu wollen, ob schwerstbehinderte Menschen versorgt werden koennen oder nicht?
Wir werden alle Kunden versorgen im Streikfall auch wenn es heisst, dass wir Leiharbeitnehmer anheuern muessen.
Diese Leiharbeitnehmer haben gut gearbeitet und es ist unverschaemt, dass du behauptest, dass sie nicht gut seien.
Liebe/r “genervt”, was habe ich geschrieben, das nur halbwahr wäre?
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Ich will nicht, dass wir Doppeldienste machen müssen. Ich will nicht, dass die Assistenznehmer schlechte Arbeit bekommen. Genau da steuert aber die Geschäftsführung durch Fortsetzung des Lohndumpings hin. Weil wir wieder in einer Endlosschleife der Geschäftsführung sind, haben wir dagegen nur noch das Mittel des Streiks.
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Sprechen solche Engpässe denn keine deutliche Sprache? Wir müssen anscheinend gar nicht mal streiken, um den Arbeitskräftemangel drastisch sichtbar zu machen. Und das, obwohl der CeBeeF jetzt schon immer wieder Aufträge ablehnt, mangels Arbeitskräften.
Ich bitte darum, nicht meine Aussagen zu verdrehen: Ich habe nicht gesagt, dass die Leiharbeiter nicht gut sind. Ich habe gesagt, sie sind wohl nicht für die Arbeit in der AAP qualifiziert und vorbereitet.
Dass die Folgen nach dem Einsatz in mindestens einem Fall von Überforderung zeugten, weiß der Betriebsrat von Kolleg_inn_en vor Ort.
Die Personalleitung hat dem Betriebsrat inzwischen die Einstellung von sechs Leiharbeitskräften vorgelegt.
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Weder in den Einstellungsunterlagen noch sonstwo hat die Personalleitung erklärt, ob die Kolleg_inn_en von den beiden Leiharbeitsfirmen gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Wenn es dabei bleibt, gehe ich davon aus, dass hier zusätzliches Geld für Lohndumping rausgeschmissen wird, anstatt endlich Tariflohn beim CeBeeF verbindlich zu vereinbaren.
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Die Pflegedienstleiterin hat im Rückblick auf einen Einsatz von Leiharbeitskräften in der AAP, der vor einigen Jahren wegen Engpässen stattfand, erklärt, dass das nicht funktioniert hat, weil die Kollegen – obwohl Pflegefachkräfte – mit der Arbeitssituation in der persönlichen Behindertenassistenz überfordert waren.
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Jetzt werden trotzdem unmittelbar vor den Warnstreiks Leiharbeiter angeheuert. Ich unterstelle ihnen, dass sie in ihrem Beruf gut sind. Aber das ersetzt nicht das, was man in der Assistenz können muss. Warum soll ich ausgerechnet jetzt glauben, dass die Erkenntnisse der Pflegedienstleitung unbeachtlich sind? Und, “genervt”, hast Du Dich bei den Kolleg_inn_en oder Assistenznehmer_inn_en erkundigt oder woher weißt Du, dass die Einsätze gut gelaufen sind?
Ich habe mich nochmal erkundigt und frage mich jetzt noch mehr, wer Du bist und auf welcher Grundlage Du schreibst, dass die Einsätze gut gelaufen sind, “genervt”: Eine Kollegin hat gesagt, dass sie in all den Jahren beim CeBeeF noch keine solche Situation erlebt hat und dass sie es allen zuständigen Personen längst mitgeteilt hat.
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Da wäre es an der Zeit, 1) zuzugeben, dass die Arbeit bei uns doch nicht so einfach und geringqualifiziert ist, dass der CeBeeF von Krankenpflegern erwarten kann, dass sie das können 2) wenigstens ordentliche Einarbeitung sicherzustellen, erst recht wenn Leiharbeitskräfte eingesetzt werden und 3) den Assistentinnen und Assistenten – natürlich auch den Leiharbeiter_inn_en – die entsprechende Wertschätzung zu geben, und dazu gehört natürlich Tariflohn.
Hat irgendjemand hier jemals gesagt, dass die Arbeit einfach sei? Ich habe es nirgendwo hier gelesen.
Ich frage mich auf welcher Grundlage du schreibst, dass eine Kollegin gesagt haette, dass sie in all den Jahren beim CeBeeF noch keine solche Situation erlebt haette.
Du kannst hier alles behaupten ohne Beweise.
Hoer bitte auf damit und lass uns lieber sehen, wie wir ohne Krieg, der nur auf Kosten unserer Kunden geht, die Stadt dazu zu bringen dem CeBeeF und allen anderen sozialen Diensten mehr Geld zahlt.
“weiterhin genervt”: Ich schreibe das auf der Grundlage, dass ich mit der Kollegin und dem Assistenznehmer gesprochen habe und auf der, dass die Kollegin mir das in aller Deutlichkeit gesagt hat. Ich nenne die Namen nicht im Internet, aber die Berichte liegen Einsatzleitung und Pflegedienstleitung vor.
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Die Metapher “Krieg” ist nun wirklich fehl am Platz. Warum diese überreizte Rhetorik?
Es geht um ein paar Tage Arbeitskampf. Die ersten Warnstreiks werden noch längst nicht die Möglichkeiten ausschöpfen.
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Den Tarifvertrag in die Endlosschleife zu schieben, setzt den Kurs fort, der die persönliche Behindertenassistenz langsam zugrunde richtet. Die Situation der Notversorgung wie im Streik wird damit über kurz oder lang zum Alltag. Das geht erst recht auf Kosten der Assistenznehmer_inn_en.
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Außerdem fände ich es mal charmant von Seiten der Tarifvertrag- und Streikgegner_inn_en, sich damit auseinanderzusetzen, wie der Lohndumping- und Arbeitskräftemangel-CeBeeF auf unsere Kosten geht.
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Wir, die ver.di-Gruppe, haben wirklich alles getan, was wir konnten, um dafür zu sorgen, dass die Stadt anständig bezahlt. Nicht dass das jemand verlangen könnte: Refinanzierung ist Geschäftsführungssache. Die Geschäftsführerin hat in den Verhandlungen mehrfach betont, wir hätten es ja einfach und könnten einfach fordern, aber sie hätte die Verantwortung!
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Die Geschäftsführung ist dran, und sie hat das Ihrige nicht getan.
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Sobald sie das tut oder sich festlegt, das zu tun, hört der Streik auf.
Vielleicht könnet man neben den Namen der Geschäftsführer, Personalleiter und Pflegedienstleiter auch noch den Namen diese Leiharbeiter-Versagers hier nennen. Adressen und Telefonnummern auch gerne. Aber du nennst ja Namen nicht im Internet.
Nochmal zum Mitschreiben: Ich bin nicht gegen die Leiharbeiter, sondern gegen die Leiharbeit.
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Behindertenassistenten stehen nicht auf der Berufeliste einer Leiharbeitsfirma. Der CeBeeF hat Menschen “bestellt”, deren Beruf ihm ähnlich erschien: Pflegefachkräfte.
Assistenz ist nichts, was man mal eben im Handumdrehen kann. Deshalb funktioniert es nicht, uns durch Leiharbeiter zu ersetzen. Auch wenn hier fleißig ohne Informationen das Gegenteil behauptet wird.
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Die Abwertung unserer Arbeit hat eine schlechte Tradition beim CeBeeF, die leider auch Kollegen erfasst hat und sich durch die Tarifverhandlungen zog. Möchtest Du gerne Zitate lesen, wie manche Einsatzleiter, Abteilungsleiter und Geschäftsführer über die CeBeeF-Beschäftigten reden?
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- Den Namen der Pflegedienstleiterin habe ich gelöscht. Aber wer nach dieser Vorgeschichte den Tarifvertrag immer noch nicht unterschreibt, muss mit öffentlicher Kritik leben.
uff… ok leiharbeit ist zu kritisieren, leiharbeiterInnen nicht (wir stecken alle in prekären lebenssituationen)…
letztenendes dachte ich als ich das hörte …na super die haben doch das mit dem Resturlaub verpennt…oder?
Außerdem, in einem betrieb wo menschen sich und ihre arbeit nicht geschätzt fühlen gibt es immer höhere Ausfälle (das geht nämlich aufs gemüt und die knochen) und wer hat da schon Bock wieder mal eine Extraschicht zuschieben und an seine grenzen zu gehen, wenns nie gedankt wird.
Insbesonderes wenn mensch die Monate vorher ständig probleme mit Unterstunden hat.
Irgendwann ignoriert mensch nur noch gewisse Telefonnummern.
Sorry aber manchmal ists einfach gut mit der moralischen Verpflichtung und dem Helferkomplex
ach und zur kompetenzfrage wäre meine meinung wie folgt:
Ich bin mir sicher das ich den Fachkräften was den Bereich der Pflege angeht nicht das Wasser reichen kann aber der Knackpunkt bei persönlicher Assistenz ist das Wissen um Vorlieben und Eigenarten der Kunden und ein zwischenmenschlicher Umgang der so nicht in Heimen und
Krankenhäusern gegeben ist. Mensch ist bei den Kunden zuhause und allein das Zeitmanagment ist z.B. anders es wird sich nach dem Kunden gerichtet und nicht der zupflegende in den Ablauf einer Institution gezwängt und das kann bei professionalisiertem Personal was eigentlich eher in Institution eingesetzt wird, eine umstellung erforderlich machen die zumindest vermittelt werden sollte
.Ich finde es grundsätzlich blöd wenn menschen in Situationen geschmissen werden und dann damit allein gelassen werden.
und das sie gleich bezahlt werden sollten steht für mich außer frage